Forschungsprojekt mit Carbon Gold, UK

Carbon Gold, unser Partner in England, hat im Rahmen eines Forschungsprojektes Biokohle mit Trichoderma harzianum auf einem Golfplatz in Okehampton eingesetzt. Die Resultate sind erstaunlich: 20% weniger Düngereinsatz und vollständiger Verzicht auf Fungizide.

 «Ein Hole in one» im Okehampton Golf Klub mit Trichoderma harzianum und Biokohle

Ein neuer Bodenverbesserer in der traditionellen Grünflächenpflege ermöglicht Greenkeepern eine natürliche Alternative zu Fungiziden und chemischen Düngemitteln.

Carbon Gold’s «Enriched Biochar Soil Improver» ist eine gartenbauliche Form von Holzkohle, die mit Trichoderma harzianum angereichert und von den EU-Zertifizierungsstellen für den biologischen Anbau zugelassen ist. Vor einem Jahrhundert war es üblich, Holzkohle zu verwenden, um Greens porös und fest zu halten und das Aussehen und die Farbe des Rasens zu verbessern. Jetzt entdecken die innovativen Greenkeeper die Vorteile von Biokohle wieder – sie nutzen sie, um Fungizide vollständig zu eliminieren und den Einsatz von chemischen Düngemitteln deutlich zu reduzieren.

David Chammings, Pflege-Spezialist für Sherriff Amenity, eine Abteilung von Agrovista UK, ist seit 3 Jahren Vorsitzender der Greenkeeper im Okehampton Golf Club. Seine Position und Erfahrung erlauben ihm, erfinderische Techniken auf verschiedenen Bereichen der Anlage auszuprobieren. Er wollte Biokohle mit Trichoderma harzianum auf seinen Greens austesten.

Der 1913 gegründete Club hatte sich in den letzten 5 Jahren stark verändert und sich an eine ständig weiterentwickelnde Industrie und strengere Anforderungen angepasst, wie auch auf den Verzicht auf Insektizide und Fungizide. Im Jahr 2016 trat Stuart Entwhistle als Course Manager ein und gemeinsam mit David erarbeitete er einen Versuchsplan, um zu testen, wie die angereicherte Biokohle von Carbon Gold in bestimmten Bereichen des Kurses funktionieren würde, in der Hoffnung, eine neue Lösung für alte Probleme zu finden.

Die Ausgangslage im Okehampton Golf Klub

Standorte und Probleme:

  • Das 5. Grün, ein sehr sandiger, neu ausgedehnter Bereich des Grüns, der die Nährstoffe stark auslaugt.
  • Das 12. Grün – das „Krankheitsindikator-Grün» im Ockment-Tal – ist von Bäumen umgeben und erhält nur sehr wenig Wintersonnenlicht.

Anwendung:

Die angereicherte Biokohle-wurde im März 2017 als Bodenverbesserer eingesetzt. Bei beiden Greens wurde zuerst die Rasentragschicht mechanisch mit Löchern bis zu einer Tiefe von 100mm gelockert. Anschliessend wurden die entstandenen Hohlräume mit 1 kg Biokohle pro m2 – auf dieselbe Weise wie dies regelmässig auch mit Sand der Fall ist – auf einer Fläche von 100 m2 pro Green verfüllt.

Anwendung der Biokohle mit Trichoderma harzianum

Ergebnisse

Der Einsatz von Dünger konnte um 20% reduziert werden

Auf der Anlage von Okehampton wird derzeit fünfmal im Jahr gedüngt. Auch bei den Versuchsflächen wurde im selben Rhythmus mit der Düngung begonnen wie bei den anderen Greens. Relativ schnell zeigte sich im Sommer, dass das 5. und 12. Grün gesünder aussahen und offensichtlich über mehr Nährstoffe verfügten. Somit wurde auf eine weitere Düngung verzichtet. Drei Wochen später war nicht sichtbar, dass auf dem 5. und 12. Grün auf eine Düngergabe verzichtet worden war: Die beiden Bereiche sahen genauso gesund und kräftig aus. Die Nährstoffspeicherkapazität in den sandigen Wurzelzonen konnte deutlich erhöht und der Düngemitteleinsatz insgesamt um 20 % reduziert werden.

Vollständiger Verzicht auf Fungizide

Fusarium (Microdochium nivale) ist eine Pilzkrankheit, die auf Golfplätzen auf der ganzen Welt verbreitet ist. Im Okehampton Golf Klub wurden bis anhin die Greens zweimal – manchmal bis zu viermal im Jahr – mit Fungiziden behandelt. Eine Anwendung auf den gesamten 7000m2 der Anlage kostete £700, womit jährlich bis zu £2’800 Gesamtkosten aufliefen.

Auf beiden Versuchsflächen war das ganze Jahr über kein Fungizid erforderlich. Neuere Studien zeigen, dass Trichoderma in Pflanzen die Bildung von Botenstoffen (z.B. Salicylsäure) reguliert und die Pflanzen dadurch resistenter werden gegen Schaderreger. Mit Trichoderma harzianum in der Biokohle konnte das Wurzelwachstum verbessert, die mikrobielle Aktivität des Boden erhöht und die Vitalität des Rasens gestärkt werden, so dass sich dieses aus eigener Kraft gegen Fusarium wehren konnte. Damit konnte vollständig auf den Einsatz von Fungizid verzichtet werden

Wasserspeicherung & Wasser- und Nährstoffdurchlässigkeit

Die Wasserspeicherung sowie Entwässerungsmaßnahmen waren ein weiterer Faktor, den David und Stuart gerne in Angriff nahmen. Obwohl der Sommer 2017 relativ nass war, haben sich die behandelten Greens gut entwickelt: Die Versuchsgreens waren im Laufe des Jahres – unabhängig von den Jahreszeiten – widerstandsfähiger. Während der heißen Trockenperioden hielten sie die Feuchtigkeit besser und waren sichtbar gesünder. In feuchteren Zeiten fluteten sie nicht, waren fester, trockener und blieben bespielbar. Ein grosser Vorteil für den Verein: Normalerweise überflutet die Anlage, wenn es zu oft regnet. Die Greens werden unbespielbar, was zur Schliessung der Anlage und auch zu Einnahmeausfällen führt. Die Chancen stehen gut, dass inskünftig die gesamte Anlage öfter bespielbar bleibt.

Golfplatz Okehampton vor und nach der Behandlung mit Biokohle und Trichoderma harzianum

Nächste Schritte

David ist bestrebt, seine Versuche zu intensivieren und weitere Greens zu behandeln. Aufgrund des deutlich reduzierten Bedarfs an Fungiziden, Düngemitteln und Bewässerung sieht er deutliche Kosteneinsparungen. Dieser gelungene Versuch zeigt eine optimale Aufwandmenge von 1kg/m2. Da mit Trichoderma angereicherte Biokohle lediglich einmal angewendet wird, ist sie für jeden anspruchsvollen Course Manager eine echte Bereicherung. David hat großes Vertrauen in seine neue Entdeckung – er sagt, er würde «allen Greenkeepern & Groundsmen die Verwendung von Carbon Gold’s angereicherter Biokohle empfehlen». Er geht sogar so weit, zu sagen: „Ich glaube, dass Biokohle mit Trichoderma in nicht allzu ferner Zukunft auf vielen Golfplätzen eingesetzt werden wird“.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf: http://www.carbongold.com/okehampton-golf-club-case-study/