Der Baumwipfelpfad ist ein fast 500m langer Holzsteg, der Besuchern eine Wanderung durch den Wald auf Höhe der Baumwipfel ermöglicht. Auf insgesamt 168 Stützen – zwischen 3 und 12m hoch – ruhen geschwungene Bogenelemente, die sich durch den Wald schlängeln. Aus Umweltschutzgründen suchte die Bauherrschaft den Kontakt zu MycoSolutions mit der Idee einer biologischen Imprägnierung. Im Rahmen eines Projektes wurde zusammen mit der Empa eine Pilz-Behandlung entwickelt, die sicherstellen soll, dass mit „guten“ Pilzen schädliche Pilze ferngehalten werden können.

Die Stämme von Fichten aus der Region Toggenburg wurden geschält und nach dem Zuschneiden bzw. Vorbereiten für die Montage mit einer Sporen-Suspension eingesprüht. Diese bestand aus Pilzsporen der Gattung Trichoderma harzianum sowie Additiven wie Zucker und Harnstoff. Anschliessend wurden die Stämme 14 Tage trocken gelagert, um die Sporen auskeimen zu lassen. Dabei bildete sich ein Pilzgeflecht, welches in das Holz hineinwachsen konnte und nun eine biologische Imprägnierung ermöglichte.
Nach ca. 1 bis 2 Jahren werden aufgrund der Austrocknung der Stämme Spannungsrisse entstehen. Diese sollen in einem zweiten Schritt mit einer Holzlasur behandelt werden, die verhindern soll, dass sich Schädlingssporen in den Holzrissen festsetzen können.
Die Eröffnung des Baumwipfelpfades ist im Frühling 2018 geplant.