Zustand von Risiko Buche mithilfe von Trichoderma Harzianum verbessert

Fabio Peregos Buche ist vitaler denn je…

Fabio Perego – ein Unternehmer aus Venegono superiore in der Nähe von Varese – sorgte sich 2014 um eine prächtige alte Buche in seinem Garten. Diese war am Stammfuss verletzt und bei den Wurzelanläufen von Hallimasch (Armillaria mellea) sowie im Bereich der Krone zusätzlich von einem Feuerschwamm (Phellinus punctatus) befallen. Wegen der Lage des Baumes gleich neben einer Hauptstrasse bestand zudem die Verpflichtung, die Standsicherheit zu überprüfen. Die durchgeführten Zugversuche in 2014 ergaben einen Sicherheitsfaktor von nur 90%, d.h. der Baum war ein erhebliches Risiko geworden und hätte eigentlich gefällt werden müssen. Der Kunde meldete sich bei MycoSolutions AG in St. Gallen.

Zuerst wurden die Fruchtkörper im Labor analysiert und in einem aufwändigen Verfahren Trichoderma-Arten selektiert, die wichtige Nährelemente für Bäume und Pflanzen, z.B. Phosphor oder Eisen, besser verfügbar machen können.

In einer ersten Behandlung wurde das Pilzgranulat mit Kompost vermischt und in einer ca. 3 bis 5cm dünnen Schicht im Bereich der Kronentraufe um den Stamm ausgebracht und gut eingeschwemmt. Im 3 bis 4 Wochen-Rhythmus wiederholte der fürsorgliche Baumbesitzer die Behandlungen. Der verletzte Stammfuss wurde direkt mit einer Sporensuspension besprüht.

Drei Jahre später, d.h. im Herbst 2017, waren beim Stammfuss und bei den Wurzeln keine Hallimasch-Fruchtkörper mehr feststellbar. Der Feuerschwamm war ebenfalls verschwunden und die Baumkrone hat deutlich an Laub zugelegt. Auch deutet das Längenwachstum der Triebe klar auf eine hohe Vitalität der Buche hin. Das mikrobielle Gleichgewicht im Boden konnte wieder so hergestellt werden, dass sich der Baum aus eigener Kraft gegen die Schaderreger wehren konnte. Neuere Studien zeigen auch, dass durch die suppressive Wirkung von Trichoderma im Boden das Wachstum von bodenbürtigen Pilzen gehemmt und die Bildung von Adventivwurzeln gefördert wird.

Entscheidend für den eindrücklichen Erfolg an der Buche von Fabio Perego war sicherlich auch die Sorgfalt und Regelmässigkeit der Behandlungen. Falls ein Schädlingspilz sich über Jahre ungestört im Boden ausbreiten konnte, ist der Infektionsdruck entsprechend hoch und eine mehrjährige und intensive Behandlung kaum vermeidbar.

Ein erneut durchgeführter Zugversuch in 2017 zeigt auf untenstehender Auswertung einen erstaunlichen Zuwachs beim Sicherheitsfaktor von 90% auf 110%., d.h. der Baum gilt wieder als standsicher.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.