Starke Pflanzen mit Trichoderma

Im biologischen Landbau ist Trichoderma schon lange als Pflanzen stärkendes Mittel im Einsatz. Nun erobert der Nützlingspilz auch die heimischen Gärten und Balkone.

Durch die vermehrt heissen und trockenen Sommer sind mehrjährige Freilandpflanzen im Garten und auf Balkonen immer mehr gefordert. Damit die Pflanzen sich gesund und stark entwickeln können, bedarf es einer frühzeitigen Pflanzenstärkung. Vergleichsweise mit einer gesunden Lebensweise beim Menschen; ist die Pflanze gut versorgt und von Nützlingen umgeben, kann sie nicht nur besser gedeihen, sie kann sich auch besser gegen Schaderregerangriffe schützen.

Den Pflanzen ein Stück Natur zurückgeben

Pflanzenstärkung beginnt bei der Vielfalt im Boden. Je ausgewogener das mikrobielle Gleichgewicht im Boden und die Nährstoffverfügbarkeit ist, umso weniger anfällig ist die Pflanze auf Stress in Form von Hitze und Schaderregern. In der belassenen Natur ist die Vielfalt des Bodenlebens stark ausgeprägt. Pflanzen in künstlich geschaffenen Lebensräumen, wie zum Beispiel überpflegten Gärten oder in Gefässen, haben im Vergleich dazu Nachteile. Diese Nachteile kommen, je nach Umwelteinfluss, auch zum Tragen und die Pflanzen zeigen Schadsymptome. Um diese Nachteile zu kompensieren kann mit natürlichen Pflanzenstärkungsmitteln und Nützlingen gearbeitet werden.

Immunsystem der Pflanze unterstützen

Insbesondere bei mehrjährigen Pflanzen ist der Effekt von Trichoderma harzianum über den Zeitverlauf deutlich zu spüren. Trichoderma harzianum ist ein Nützlingspilz, der mit der Pflanze eine symbiotische Beziehung eingeht. Er wächst zwischen die ersten beiden Zellschichten der Wirtswurzel und regt dort die Produktion von Botenstoffen wie Salicylsäure an. Abkömmlinge der Salicylsäure locken beispielsweise bestäubende Insekten an und spielen eine zentrale Funktion im Immunsystem, wenn es um die Bekämpfung von Schaderregern geht. Auch die Bildung von Jasmonsäure wird angeregt – diese ist im Zusammenspiel mit Salicylsäure ebenfalls von hoher Bedeutung bei Abwehrreaktionen von Pflanzen gegenüber Schädlingen. Die Bildung von Phytoalexinen (eine Art Antikörper) wird so gesamthaft angeregt und ermöglicht eine lokale Begrenzung des Pathogenbefalls und kann zu einer Immunität gegenüber einem wiederholten Befall desselben Pathogens führen.

Wachstumsbooster und Trockenstressreduktion

Trichoderma harzianum selbst produziert Wachstumshormone, so genannte Auxine. Ein wichtiges Auxin ist das Indol-3-Essigsäure, welches in allen Pflanzen vorkommt. Dieses wirkt schon in kleinsten Mengen stimulierend auf das Wachstum von Pflanzen und insbesondere deren Wurzeln. Diese Auxine werden von Trichoderma an die Pflanze weitergegeben. In Trockenzeiten profitiert die Pflanze von einem dichten Wurzelstock, da dieser auch als Wasserspeicher dient. Auf diese Weise beugt Trichoderma harzianum Trockenstress vor.

Verbesserte Nährstoffaufnahme

Die im Boden vorhandenen Nährstoffe werden durch Trichoderma harzianum besser verfügbar gemacht. Durch organische Säuren, die Trichoderma harzianum absondern kann, wird lokal der pH-Wert reduziert und die Löslichkeit von Phosphaten, Kalium und Mikronährstoffen erhöht. Das führt zur besseren Versorgung und gesteigerten Vitalität der Pflanze. Vor allem in der Blühphase benötigen Pflanzen Phosphor. Wenn Wurzeln Phosphor verbessert aufnehmen können, erhöht das wiederum die Blühfreude. Blühpflanzen blühen länger und intensiver und häufiger bei einer kontinuierlichen Anwendung von Trichoderma harzianum.

Symbiose mit anderen Nützlingen und Humusbildung

Viele andere Bodennützlinge, wie Mykorrhiza, sind mit Trichoderma harzianum gut verträglich. Beispielsweise wird auch die Knöllchenbildung und Stickstofffixierung von Bakterien unterstützt. Trichoderma harzianum baut zudem organische Substanzen ab und setzt dabei Mineralstoffe frei und fördert die Humusbildung.

Stabile Population im Boden aufrechterhalten

Grundsätzlich gilt bei Trichoderma harzianum: Besser kleinere Mengen oft anwenden, als eine grosse Menge auf einmal. Damit wird das Ziel erreicht, über einen längeren Zeitraum die Wurzeln gleichmässig zu besiedeln und eine stabile Population im Boden aufrecht zu erhalten. Trichoderma harzianum baut in der natürlichen Umgebung anfänglich grosse Populationen auf, die dann im Laufe der Vegetation, durch ungünstige Umweltverhältnisse, wie z. B. Trockenheit, wieder zusammenschrumpfen können. Siedeln sich zudem mehrere Arten von Mikroorganismen auf der Wurzeloberfläche an, verändern sich im Laufe der Zeit die Dominanzverhältnisse. So kann eine anfänglich starke Kultur im Zeitverlauf abschwächen. Aus diesen Gründen ist das mehrfache Einbringen sinnvoll.

Avengelus BASIC Gel

Pflanzenstärkung mit Avengelus BASIC

Enthält Trichoderma harzianum mit mind. 1×108 (KBE – Kolonie bildende Einheiten pro g)

Mit 2 ml pro m² Boden sehr ergiebig.